Ursachen

Eine ausreichende und adäquate Ernährung ist für ein normales Wachstum genauso wichtig wie die Gesundheit: eine Mangelernährung kann ebenso wie eine schwere chronische Erkrankung zum Kleinwuchs führen. Auch kann das Wachstum bereits dadurch gestört sein, dass Zuneigung und Liebe wie auch soziale Integration fehlen. Umwelteinflüsse, z. B. Nikotin oder Alkohol in der Schwangerschaft bedingen einen vorgeburtlichen Kleinwuchs. Und letztlich muss das körpereigene Hormonsystem gut funktionieren, damit das Wachstum gut voranschreitet. Das wichtigste Hormon für die Zunahme der Körperhöhe ist das Wachstumshormon.

Neben Hormonstörungen sind unter anderen folgende Ursachen für Wachstumsstörungen verbreitet:

Skelettdysplasie, Chronische Niereninsuffizienz, Ullrich-Turner-Syndrom (UTS), Prader-Willi-Syndrom (PWS), SGA – Small for Gestational Age, Wachstumshormonmangel

Chronische Niereninsuffizienz

Eine chronische Niereninsuffizienz ist durch Störungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushaltes gekennzeichnet. Diese können in unterschiedlichem Ausmaß die körperliche Entwicklung, das Wachstum und die Pubertät, beeinträchtigen, da die Wirksamkeit des Wachstumshormons eingeschränkt sein kann. Kinder mit chronischer Niereninsuffizienz produzieren zwar Wachstumshormon im ausreichenden Maße, der Organismus spricht jedoch ungenügend auf die vorhandene Wachstumshormonmenge an. Gesunde Kinder zeigen während der Pubertät ein beschleunigtes Wachstum mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 10 cm pro Jahr. Bei niereninsuffizienten Kindern wird dagegen vor und auch während der Pubertät nur eine verringerte Wachstumsgeschwindigkeit festgestellt.